Test & Rat

Was bieten Best-Preis-Zimmer? Worauf bei der Buchung achten?

„Best Price-Zimmer“ müssen nicht grundsätzlich schlechter sein

Sie heißen Best-Price-, Super-Spar-, Economy- oder Low Cost-Zimmer in den Reisekatalogen: Entscheidet sich der Urlauber für diese Zimmervariante, kann er Geld sparen. Doch auf wie viel Luxus und Komfort muss er dann verzichten? Clever reisen! hat sich die Angebote genauer angesehen.

Ähnlich wie Billigflieger ihre Tickets verscherbeln, bieten Reiseveranstalter ihre Hotelzimmer zu Low Cost-Preisen an. Es gibt sie in vielen Hotels an allen wichtigen Küsten von Antalya bis zur Algarve. In den Hauptkatalogen werden sie nicht unbedingt beworben, zu finden sind sie aber im Preisteil und in den Buchungssystemen der Reisebüros und im Internet. Es gibt zwei Arten dieser Sparzimmer-Angebote: Zimmer mit gleichem Standard wie die normalen Doppelzimmer, davon sind aber nur wenige verfügbar oder Sparzimmer mit Einschränkungen, die aber die ganze Saison angeboten werden.

„Sparzimmer“ können auch exakt gleiche Zimmer zu reduzierten Preisen sein – als kurzfristige oder begrenzte Angebote

„So lange der Vorrat reicht“ oder „nur begrenztes Kontingent“, heißt es bei einigen Veranstaltern. In diesen Katalogen wird unter dem Namen „Sparzimmer“ eine begrenzte Anzahl der exakt gleichen Zimmer zu reduzierten Preisen angeboten. Wer günstig wohnen will, muss sich also beeilen. Das kann sich lohnen:

So bietet zum Beispiel ITS Anfang Juli ein von der Beschreibung her identisches Doppelzimmer auf Kreta im 4* Hotel Calimera Sirens Beach als Bestpreis-Zimmer an. Eine Woche im DZ/ÜF kostet ab Stuttgart für 2 Personen einen Gesamtpreis von 1680 EUR. Die identische Reise kostet im Doppelzimmer-Standard – mit der exakt gleichen Veranstalter-Beschreibung! – einen Gesamtpreis von 1804 EUR. Man kann hier also einfach 124 Euro (ca. 7 Prozent) einsparen.

Zimmer mit Standard, aber ohne Meerblick

Die Best-Price-Zimmer erfüllen in der Regel die Standards. Lage und Aussicht können etwas weniger vorteilhaft sein. Also kein Meer- oder Gartenblick, sondern Lage zum Hof oder direkt an den Aufzügen. Die Zimmer können auch kleiner sein oder weniger Komfort im Bad bieten. Das sollte dann aber klar in der Ausschreibung aufgeschlüsselt sein.

Manchmal fehlt bei einem „Low-Cost-Zimmer“ der wunderschöne Meerblick

Preisbeispiele Sparzimmer

Schnellbucher werden belohnt: Reiseveranstalter bieten nur kleinere Kontingente dieser Sparzimmer an. So zahlen Urlauber zum Beispiel auf Kreta im 4* Hotel Anissa Beach & Village Anfang Juli für einen einwöchigen Urlaub im Doppelzimmer mit Gartenblick, Klimaanlage und Balkon oder Terrasse, inkl. Halbpension als Bestpreis-Zimmer einen Gesamtpreis von EUR 1482, der absolut gleiche Urlaub kostet im Standardzimmer mit der gleichen Beschreibung insgesamt 120 Euro mehr, also EUR 1602.

Im 4* Hotel Parque Tropical auf Gran Canaria liegt beim Reiseveranstalter ITS der Unterschied zwischen dem Economy-Doppelzimmer und dem Doppelzimmer bei gleicher Ausstattung nur darin, dass die Doppelzimmer sowohl im Haupt-, als auch im Nebengebäude liegen können, die Economy-Zimmer aber im Nebengebäude liegen. Dafür spart man dann mit einem solchen Zimmer z.B. Anfang Juli für 1 Woche mit Frühstück gute 5 %, zahlt also statt gesamt 1280 EUR nur 1218 EUR.

Fazit: Bei Low-Cost-Zimmern muss mit kleinen Leistungseinschränkungen gegenüber den Standard-Doppelzimmern, z.B. bei der Lage, Größe oder der Extra-Ausstattung gerechnet werden. Bei manchen Angeboten gibt es keine Einschränkung, dafür besteht nur ein kleines Kontingent. Aber sparen kann man auf jeden Fall.

Bilder: Pixabay, Hotel Jumeirah Port Soller